Wie wird die Videosprechstunde gegenüber der KV abgerechnet?

  • Bis zu 20 % der Behandlungsfälle eines Quartals können per Videosprechstunde behandelt und abgerechnet werden. Die Mengenbeschränkung ist für das 2. und 3. Quartal 2020 aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus außer Kraft gesetzt.
  • Für Videosprechstunden werden die Pauschalen nebst Zuschlägen in voller Höhe gezahlt, wenn im gleichen Quartal ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt stattfindet.
  • Sollte kein zusätzlicher persönlicher Kontakt erfolgen, findet eine Kennzeichnung mit der GOP 88220 statt. Es erfolgt ein fachgruppenspezifischer Abschlag in Höhe von 20; 25 bzw. 30 %.

 

Welche videosprechstundenspezifischen Förderungen und Zuschläge gibt es seitens der KVen?

  • Jeder Arzt-Patienten-Kontakt per Video (GOP 01450) wird mit 4,39 € (40 Punkte) Technikzuschlag bedacht. Dies ist auf 1.899 Punkte (205,20 €) je Quartal gedeckelt.
  • Praxen erhalten zusätzlich die Anschubförderung (GOP 01451; 10,11 €; 92 Punkte) für bis zu 50 Videosprechstunden je Quartal. Voraussetzung hierfür ist die Durchführung von mindestens 15 Videosprechstunden. Die GOP ist bis zum 30.09.2021 befristet und wird automatisch von der KV gesetzt. Maximal werden so also 505,50 € pro Quartal vergütet.
  • Bei Neupatienten oder Patienten, die die Praxis weder im laufenden noch vorangegangen Quartal besucht haben, kann der Zuschlag zur Authentifizierung (GOP 01444; 1,10 €; 10 Punkte) einmalig je Behandlungsfall geltend gemacht werden. Auch hier besteht eine Befristung bis zum 30.09.2021.

Welche Zuschläge werden zusätzlich automatisch von der KV hinzugefügt?

Zuschläge für

  • fachärztliche Grundversorgung
  • Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsauftrags.
  • Unterstützung der hausärztlichen Versorgung durch qualifizierte nicht-ärztliche Praxisassistenten.

Übersicht zur Vergütung

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat eine Übersicht zur Vergütung erstellt, die Sie hier herunterladen können:

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